Copyright ©
www.kiss-kiddsyndrom.de
2006-2011 R. den Besten

Für unsere neuen Praxis in Neukirchen-Vluyn suchen wir eine Kinderphysiotherapeutin für ca. 10-15 Std. Woche und eine(n) Physiotherapeut(in) auf 400,- Euro Basis mit Qualifikation Manuelle Lymfdrainage / PNF

Bewerbungen bitte senden an:
Praxis für Manuelle- und Physiotherapie(NL)
Robert den Besten
Niederrheinallee 376
47506 Neukirchen-Vluyn

 

Die Wirbelsäule des Kindes

Der Rücken ist ein perfekt aufeinander abgestimmtes Konstrukt aus Wirbeln, Bandscheiben, Muskeln und Bändern. Dabei ist er im Laufe eines Lebens immer neuen Anforderungen ausgesetzt, und er versucht ständig, sich an sie anzupassen.

Das Skelett eines neugeborenen Kindes besteht zunächst noch aus mehr als 300 Knochen beziehungsweise Knorpeln, die im Verlauf der körperlichen Entwicklung teilweise zusammenwachsen und dabei immer fester und belastbarer werden.

Ein ausgewachsener Mensch verfügt über 206 Knochen, von denen sich die Hälfte in den Händen und Füßen befindet. Sie sind durch Gelenke oder Fugen miteinander verbunden, verleihen dem Körper seine Stabilität und bilden gleichzeitig Schutz und Gerüst für alle unsere Organe.

Entwicklung im Mutterleib

Gerade einmal sechs Zentimeter ist das ungeborene Kind lang, wenn Wirbelsäule, Bänder und Muskeln des Rückens entstehen. Die Verknöcherung der Wirbelsäule beginnt in der sechsten Schwangerschaftswoche. Die zunächst knorpeligen und weichen Anlagen der Wirbelkörper werden zunehmend härter - die Wirbelsäule entsteht. Dieser Vorgang beginnt in der Brustwirbelsäule und schreitet dann Richtung Kopf und Becken fort. Wirklich abgeschlossen ist er erst im 14. Lebensjahr, wenn die letzten Wirbel verknöchert sind. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sind in der Wirbelsäule auch Bandscheiben nachweisbar.

Von grade nach krumm – die Wirbelsäule kommt langsam in Form

 

Wenn das Kind den Kopf heben kann und krabbelt, wird die Halswirbelsäule gekrümmt.
Die Wirbelsäule ist beim Erwachsenen sanft s-förmig geschwungen. Beim Neugeborenen ist diese Krümmung zwar vorhanden, aber nicht so stark ausgeprägt. Insbesondere Hals- und Lendenwirbelsäule sind beim Säugling noch fast gerade. Erst wenn das Kind im ersten Lebensjahr lernt, den Kopf zu heben und zu halten, entwickeln sich auch die Muskeln am Hals stärker und üben über die Bänder Zug auf die Halswirbel aus. Diese biegen sich unter diesem Zug und kommen so langsam in die richtige Form: die Halswirbelsäule wölbt sich Richtung Brust, die so genannte entsteht.

Bewegung formt den Rücken

Wenn das Kind aufrecht laufen kann, entsteht die Krümmung der Lendenwirbelsäule.

Je mehr sich das Kind selbstständig bewegen kann, desto stärker wirken neue Kräfte auf die Wirbelsäule. Das gilt besonders für das Laufen lernen ab etwa dem ersten Lebensjahr: Die Beine strecken sich, damit dreht sich der Hüftkopf im Hüftgelenk. Das Becken kippt dadurch nach vorne und die Lendenwirbelsäule gleicht dies mit einer weiteren Krümmung nach außen aus, der so genannten Lendenlordose. Jetzt hat die Wirbelsäule ihre endgültige doppelte S-Form erreicht. Sie verändert sich danach nur noch wenig. Während der eigentlichen Wachstumsphasen wachsen Beine und Arme sehr viel schneller als die Wirbelsäule. Hierdurch verschiebt sich der Körpermittelpunkt, der beim Baby noch in Nabelhöhe liegt, beim Erwachsenen aber auf Höhe des Schambeins.