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SPRACHENTWICKLUNG

Sprachentwicklungsverzögerung

Diese Störungsform hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Ein Hauptproblem ist, dass mit unseren Kindern heute wenig gesprochen wird. Sie sättigen sich vor dem Fernseher. Sprachentwicklungsverzögerung im Rahmen der Teilleistungstörungen unsere Patienten ist nur eine Auffälligkeit von vielen. Die Betroffenen haben nicht nur ein Problem mit der Sprache. Diese Form gehört auch zu allen anderen Teilleistungsstörungen.

Sprache ist abhängig von der gesamten Körperhaltung. Eine sehr wichtige Funktion hat hierbei die Stellung des Beckens. Die Fähigkeit einer guten Beckenbeweglichkeit ist ausschlaggebend für die Stellung des Kopfes. Bei fixiertem Becken ist die Funktion der Kopfbeweglichkeit eingeschränkt. Wir sehen häufig Patienten mit starker Rumpfhypotonie(schlaffe Spannung). Dabei ist das Gewicht des Kindes beim Sitzen hinter der Körperseitlinie, als Kompensation muss die HWS weit retrahiert werden. Der Mund kann nicht geschlossen werden. Die Sprache ist kraftlos und verwaschen. Die Unfähigkeit seitliche Gewichtsverlagerungen zu machen verhindert auch seitliche Zungenbewegungen.

Der Zusammenhang der Motorik zur Beweglichkeit von Zunge und Mund ist enorm. Die Kinder, die Probleme im Bereich Sprache haben, zeigen auch motorische Probleme. Die seitliche Blockade ist wieder ein Hinweis auf Manualtherapie. Kopf- und Beckengelenke sind bei vielen dieser Kinder blockiert. Nach Manualbehandlung sollten diese Kinder im Bewegungsbereich zusätzlich gefördert werden. Eine Bewegungserfahrung mit Gesang wäre gut. Sprachtherapie in Verbindung mit Atemtechniken kann schnell eine Verbesserung im Bereich Sprache bewirken.

Nach Befundaufnahmen haben wir Kopfgelenksbefunde besonders bei Kindern mit noch starkem Speichelfluss und fehlendem Mundschluss, ebenso bei den hypotonen(schlaffen) Kindern. Auch bei Kindern mit Bewegungsmangel ist der Befund zu finden. Patienten mit Sprachentwicklungsverzögerung haben Störungen in mehreren Entwicklungsbereichen. Da die Sprache erst mit drei bis vier Jahren beurteilt wird, sehen wir diese Kinder in der Regel nicht eher.
Ein sehr frühes Eingreifen in sich anbahnende Störungen verhindert massive Ausprägungen.