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Kindliche Kopfschmerzen
Nicht selten müssen Kinder vorzeitig von der Schule nach Hause gehen wegen Kopfschmerzen. Kopfschmerzen treten bei Vorschul- und Schulkindern bzw. Jugendlichen häufiger auf als allgemein angenommen. Manche reden kaum über ihre Beschwerden und erwähnen sie nur gelegentlich.
Eine Kopfschmerzsymptomatik sollte immer ernst genommen werden. Kopfschmerzen haben viele Ursachen, die von Infekten über Sehfehler bis zu psychischen Fehlbelastungen reichen können. Meist liegen sogar mehrere Belastungen gleichzeitig vor und sorgen so dafür, dass der Körper nicht alle Störeinflüsse ausregulieren kann. Eine familiär gehäuft auftretende Migräne kann so beispielsweise durch eine sich entwickelnde Fehlhaltung ausgelöst und andererseits behandelt werden.
Kinder, die ihre Beschwerden im Rahmen des Schulunterrichts entwickeln, bemerken erste Symptome schon nach wenigen Schulstunden. Am Ende des Schultages haben diese dann meist ihren Höhepunkt erreicht. Legen sich die Kinder etwas hin bzw. bewegen sie sich in den Pausen, so lassen die Kopfschmerzen rasch nach und treten eventuell beim Hausaufgaben machen wieder auf. Darüber hinaus bestehen meist Konzentrationsstörungen oder die Schüler wirken sehr unruhig. Viele stützen den Kopf beim Schreiben oder Lesen ab, liegen teils halb auf der Schulbank oder erledigen ihre Hausaufgaben in Bauchlage auf dem Teppich liegend. Bei diesen Kindern kommt es infolge der ausgeprägten Kopfvorbeuge beim längeren Lesen und Schreiben zu einer Überlastung des Bandapparates der oberen Halswirbelsäule. Manche Schulkinder haben im Laufe der Zeit schon Funktionsstörungen der oberen Halswirbelsäule entwickelt, diese sollten dann entsprechend gelöst werden.
Blockierungskopfschmerz – Kinder und Erwachsene -
Beim Blockierungskopfschmerz findet sich ein variables klinisches Bild. So können die Kopfschmerzen schon früh am Morgen auftreten, meist klagen die Kinder jedoch im Laufe des Tages über zunehmende Beschwerden. Diese können auch erst in Verbindung mit körperlichen Belastungen (Sport) auftreten. Gelegentlich sind auch witterungsabhängige Verläufe zu beobachten. Solche Blockierungskopfschmerzen können aber posttraumatisch nach einem Unfall oder Sturz auftreten.
Migräne - Kinder und Erwachsene -
In der Medizin geht man von unterschiedlichen Migräne Formen aus und auch die Auslösemechanismen können sehr variabel sein. In der Regel begleiten Übelkeit und Brechreiz die Schmerzattacken, gelegentlich tritt auch eine Überempfindlichkeit gegen Licht auf. Hier finden sich dann oft mehrere zugrunde liegende Ursachen. Diese reichen von einer familiären Komponente über Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu psychischen Auslösefaktoren. Zu den häufigsten wirbelsäulenbedingten Begleitursachen zählen wiederum die Fehlhaltung mit seitlichen Ausbiegungen der Wirbelsäule und Funktionsstörungen (Blockierungen). Diese lassen sich durch einen sog. Statik Ausgleich durch manuelle Lösung der Blockierung behandeln.
Verspannungen im Kau- Kiefer- Bereich - Jugendliche und Erwachsene -
Überlastungen der Kieferregion können Kopfschmerzen hervorrufen. Meist sind Jugendliche oder Erwachsene betroffen. Dabei spielen zahnärztliche Probleme, gelegentlich auch kieferorthopädische Fehlregulationen aber auch vermehrtes Zähne zusammenbeißen bis hin zum ‚Zähneknirschen‘ eine wichtige Rolle. Letzteres hat dann auch wieder eine psychische Komponente ("Du musst die Zähne zusammenbeißen", "... sich durchbeißen"). Typisch sind hier vor allem morgendliche Kopfschmerzen, die meist schon in der Nacht beginnen. Eine zahnärztliche/kieferorthopädische Kontrolluntersuchung, und die Behandlung der verspannten Kau- Kiefer- Muskulatur stehen dann im Vordergrund der Therapie. Hierbei wäre insbesondere an Manuelle Therapie zu denken, wo durch einfache Mobilisationstechniken an den Kiefergelenke und Halswirbelsäule, Muskuläre Entspannung und einer bessere Stellungen der Gelenke zu erreichen sind.
Sind Entwicklungsstörungen bei Vorschul- und Schulkindern nachweisbar, so lohnt sich meist ein Blick auf den "Rücken". Kinder erleben ihre "Haltung" (im übertragenen und eigentlichen Sinn) oft viel intensiver als Erwachsene und setzen ihre "Erkenntnisse" auch im täglichen Leben entsprechend um.
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