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2006-2010 R. den Besten

BEHANDLUNG

Therapie

Die Behandlung von Funktionsstörungen der Wirbelsäule im Säuglings- und Kindesalter, benötigt eine therapeutische Planung. In der Ärzte, Physiotherapeuten aber auch die Eltern, eng zusammenarbeiten müssen, jeder auf seinem Gebiet. Bei Dysfunktionen der Wirbelsäule im Säuglingsalter, ist die Manuelle Therapie nicht zu umgehen, sie ist die Therapie der ersten Wahl, da sich sonst das gesamte Bewegungssystem nicht richtig entwickeln kann.

Wichtig für eine gezielte Therapie ist eine genaue Diagnostik. Die Diagnostik beim KISS- Syndrom stützt sich auf die Anamnese, die Symptome und die Manuelle Funktionsdiagnose. Anamnese und klinische Untersuchung spielen dabei eine wichtige Rolle, behandelt wird eine Funktionsstörung.

Die Behandlung von Ältere Kindern und Erwachsene ist zeitaufwendiger, weil die Wirbel in ihrer Fehlstellung meist fixiert sind und sich nicht mehr so einfach mobilisieren lassen.
Es ist sehr wichtig, dem kindlichen Organismus Zeit zu lassen sich mit der veränderten Beweglichkeit der Wirbelsäule auseinanderzusetzen.

Techniken der Manuellen Therapie

1. Traktion: Bei der Traktion, wird durch Zug mehr Raum zwischen den Gelenkpartnern geschaffen. Dies führt unter anderem zur Druckverminderung, Entlastung und Schmerzlinderung. Außerdem verbessert sich durch die Dehnung der Bänder und der Gelenkkapsel, die Beweglichkeit.

2. Translatorisches Gleiten: Um das verloren gegangene Gelenkspiel, und somit auch die Beweglichkeit wieder herzustellen, werden die Gelenkanteile parallel gegeneinander bewegt.

3. Weichteilbehandlung: Durch Dehn- und Entspannungstechniken wird die Muskulatur so verlängert, daß sie sich dem neu gewonnen Gelenkspiel anpaßt.

4. Drei-Dimensionale Mobilisierende Behandlung, modifiziert nach ‘R. den Besten’

Bei der Behandlung im Sinne der Manuellen Therapie untersucht man ein Gelenk oder Wirbelsäulenabschnitt auf eine Bewegungseinschränkung hin.
Dieser Befund ist für die Behandlung sehr wichtig.
Ein Gelenk hat nicht nur die Bewegungsmöglichkeiten, die wir aktiv ausführen können, sondern auch noch ein Bewegungsspiel vor- zurück- rechts- links parallel der Bewegungsebene; wie eine Schublade.
Ist das Bewegungsspiel gestört, ist die aktive Bewegung eingeschränkt; wie bei einer verklemmten Schublade.
Die Manuelle Therapie ist eine Technik, um dieses Spiel wieder herzustellen.
Außerdem erreicht man mit dieser Behandlung:

  • eine Dehnung der Kapsel (Hülle um das Gelenk); dies ist oft nach einer Ruhigstellung (Gips)   nötig
  • eine Dehnung des Bandapparates
  • eine Dehnung der Muskulatur im Gelenkbereich
  • ein Lösen von Verklebungen
  • eine Schmerzlinderung
  • eine Förderung der Knorpelernährung (z.B. bei einer Arthrose)  

Die Manuelle Therapie setzt sich aus unterschiedlichen Techniken zusammen:

  • Techniken direkt am Gelenk
  • Muskeltechniken
  • Techniken zur Stabilisation
     

Die Behandlung ist eine sehr gezielte Methode.

Manuelle Therapie der oberen Halswirbelsäule hilft bei:

  • HWS-Beschwerden
  • Schleudertrauma
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Chronischen Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Ohrgeräusche (Tinitus)
  • Migraine