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Aus dem Rückenmark der Halswirbelsäule entspringen auf jeder Seite acht Nervenstränge, die Spinalnerven. Die oberen vier (C1–C4) bilden zusammen das Halsnervengeflecht (Plexus cervicalis), welches den Hals und die Halsmuskulatur, aber auch das Zwerchfell innerviert. Die unteren vier (C5–C8) bilden zusammen mit den Nerven des ersten Brustwirbelkörpers (Th1) das Armnervengeflecht (Plexus brachialis), welches die Brust-, Rücken- und Armmuskulatur sowie die dazugehörige Haut innerviert.
Weiterhin ziehen durch die Halswirbelsäule die Vertebralarterien (Arteriae vertebrales), die durch die Querfortsätze der HWS verlaufen und zusammen mit den inneren Halsschlagadern die Versorgung des Gehirns mit Blut sicherstellen.
Die Wirbelsäule des Erwachsenen wird von den Versäumnissen der Jugendzeit geprägt. Jede Dysfunktion ist Quelle einer veränderten Propriozeption und führt zur Entwicklung pathologischer Afferenzmuster. Daraus lässt sich die Forderung ableiten, das im Säuglingsalter bei Auffälligkeiten hinsichtlich Körperhaltung, Spontanbewegung und des Verhaltens nach sogenannten Blockierungen und somit nach Störungen der propriozeptiven Sensorik zu fahnden ist. Eine gestörte Sensorik kann kein normales motorisches Muster programmieren. Kennzeichnend für die frühkindliche neurophysiologische Entwicklung ist die Differenzierung sensomotorischer Programme.
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